Nächste Termine

15. Juni 2017:
Gemeindeturnier mit den Nachbarschaften am Sportplatz Marbeck

23. Juni 2017:
Versammlung
Förderverein (18:30);
Gesamtverein (19:00);
Fußballabteilung (20:00)
in unserem Vereinslokal

Leitlinien

FC Marbeck 58 e.V.
Leitlinien für die Jugendfußballabteilung

1) Einleitung
Die „Leitlinien für den Jugendbereich“ sind eine Richtlinie für das Fußball spielen in der Jugendabteilung
des FC Marbeck. Alle Beteiligten – Jugendvorstand, Trainer, Betreuer, Spieler und Eltern – sollen sich an
diesen Richtlinien orientieren und im Sinne des „Fair Play“ miteinander umgehen. Die Leitlinien gelten
selbstverständlich sowohl für den Junioren- als auch für den Juniorinnen-Bereich und können in Ihrer
Zielrichtung auch sinngemäß auf unsere anderen FC- Abteilungen im Jugendbereich übertragen werden.

2) Jugendvorstand
Der Jugendvorstand ist für die Organisation der Jugendabteilung zuständig. Satzungsgemäß liegen
nachfolgende Aufgaben beim Jugendvorstand:
• Ansprechpartner für übergeordnete Organisationen (u.a. Gesamtvorstand und Fußballsenioren vorstand des FC Marbeck, DFB, FLVW, Staffelleiter)
• Ansprechpartner für Trainer und Betreuer, Spieler und Eltern und Zuschauer
• Ansprechpartner für andere Vereine und deren Jugendvorstände
• Durchführung einer jährlichen Jugendhauptversammlung sowie von monatlichen
Jugendversammlungen zur Besprechung aktueller Themen und Anlässe im sportlichen und organisatorischen Bereich
• Satzgemäße Verantwortung und Verwaltung des vom FC Marbeck zur Verfügung gestellten bzw. aus Beiträgen und Veranstaltungen erworbenen Budgets, das insbesondere für Übungsleiterpauschalen, Sportmaterialien, Trainingsanzüge und Trikots zur Verfügung steht
• Organisation und Durchführung von Veranstaltungen wie Turniere, Fußball- Ferien-Freizeit, Saisonabschluss etc.
• Auswahl der Trainer und Betreuer für die Jugendmannschaften
• Koordination des Trainings- und Spielbetriebes
• Information über Fortbildungen des FLVW (z.B. Trainerschein) oder sonstige  Fortbildungen sowie über Medien zur Gestaltung von Spiel- und Trainingsbetrieb
(z.B. www.training-wissen.dfb.de)
• Verantwortung für die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes bei Veranstaltungen des Jugendvorstandes

Fair play:
Der ehrenamtlich tätige Jugendvorstand handelt stets im Sinne des FC Marbeck. Dabei versucht er, die Belange der Jugendfußballabteilung im Verein zu vertreten und allen Beteiligten nach bestem Wissen und Gewissen gerecht zu werden. Dabei gilt es, stets faire und konstruktive Gespräche zu führen und Respekt vor dem Gegenüber aufzuzeigen.

3) Mannschaften/Altersklassen
Der FC Marbeck möchte alle Altersklassen – von den Minikickern bis zu den A-Junioren bzw. bis zu den B-Juniorinnen – mit Mannschaften besetzen, um allen Marbecker Kindern das Fußball spielen anbieten zu können. Es wird jeweils im Zeitraum März bis Mai vom Jugendvorstand geprüft, welche Altersklassen
bzw. welche Mannschaften in der folgenden Saison für den Spielbetrieb gemeldet werden. Sollten in einer Altersklasse nicht genügend Spieler für eine Mannschaft zur Verfügung stehen, so gibt es folgende Alternativen:- Verkleinerung der Mannschaft als 7er-, 8er- oder 9er-Mannschaft
– Hochziehen der Spieler in die nächsthöhere Altersklasse
– Bildung einer Spielgemeinschaft mit einem NachbarvereinDabei wird vom Jugendvorstand in Zusammenarbeit mit den beteiligten Trainern und je nach Altersklasse mit den Eltern und/oder Spielern besprochen, welche Alternative vorzuziehen ist. Fußballerisch wird in den Altersklassen ein alters- und leistungsgerechter Trainings- und Spielbetrieb angeboten. Grundsätzlich folgt der FC Marbeck den Konzeptionen des DFB. Folgendes Verständnis gilt
für die Mannschaften/Altersklassen:Minikicker bis E-Junioren/Juniorinnen: Erlebnis vor Ergebnis!!! Ganz wichtig ist, dass die Kinder in diesem Alter einfach nur Spaß an ihrem Hobby Fußball haben. Tabellen sind nicht wichtig! Es wird nicht erfolgsorientiert gedacht und trainiert. Konditionstraining ist tabu. Altersgerechtes Training bedeutet hier insbesondere, eine Basis für „lebenslanges Sporttreiben“ zu schaffen. Dabei wird der Ball in den
Vordergrund gestellt, getreu der Devise: Pro Kind ein Ball. Inhalte des Trainings sind
Koordinationsschulung (z.B. Fangspiele beim Aufwärmen), Technikschulung (z.B. Ballan- und – mitnahme, Passen, Ballführung) sowie Torschusstraining und natürlich das Fußballspielen selbst (in Form von kleinen Spielen).
Für die Spiele gilt: Jedes Kind sollte jede Position spielen, auch die des Torhüters! Es werden nicht immer nur die „Besten“ aufgestellt, sondern alle Kinder bekommen ihre Spielanteile!

D-Junioren/Juniorinnen: Ab dem D-Junioren-Alter wird der Ehrgeiz der Spieler so groß, dass hier Erfolg und Tabellen bedeutend werden. Die Trainer haben (wie auch in den nachfolgenden Altersklassen) die Herausforderung, das Leistungsprinzip und den Spaß unter einem Hut zu bringen. Das ist
insbesondere deswegen erschwert, weil wir im Normalfall im FC Marbeck nur eine Mannschaft pro Jahrgang bilden können und somit Leistungsfähigkeit und -wille der Spieler sehr unterschiedlich ausgeprägt sind. Es ist umso wichtiger, die Kinder nicht allein erfolgsorientiert, sondern altersgerecht zu trainieren. Dass D-Jugendalter wird auch „Goldenes Lernalter“ genannt. Zusätzlich zu den Inhalten der vorhergehenden Altersklassen wird hier insbesondere das 1-1 mit Torabschluss trainiert, und dass sowohl für den Angriff (hier mit Einbau von Finten) als auch für die Abwehr. Viele Übungswiederholungen und viele Ballkontakte sind in diesem Alter wichtig.

C-Junioren/Juniorinnen: In diesem Alter beginnt bei den meisten Kindern die Pubertät. Damit verbunden sind sowohl physische (Längenwachstum) als auch psychische Veränderungen. Mit diesen Umzugehen ist hier für die Trainer die Herausforderung. Viele Dinge, die in der D-Jugend noch trainiert wurden, sind hier schwer umzusetzen, insbesondere im Bereich der Koordination und Technik. Der
Schwerpunkt des altersgerechten Trainings liegt somit bei der Taktikschulung (u.a. Raumaufteilung, Positionswechsel, Abwehrverhalten, Hinterlaufen). Kopfballtraining sollte erst in diesem Alter trainiert werden. Zusätzlich können erstmals auch konditionelle Elemente geschult werden (Kraft, Grundlagenausdauer). Aber bitte in spielerischer Form und nicht übertreiben!

B- und A-Junioren/-Juniorinnen: Dieses Alter wird als „Zweites Goldenes Lernalter“ bezeichnet. Die physischen und psychischen Unausgeglichenheiten sind zumeist überwunden. Es können hier alle Dinge, die das Fußballspielen ausmachen, erlernt werden. Somit können Taktik und Technik, Kraft und Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination erlernt werden. Aber auch hier gilt: Da im FC Marbeck zumeist maximal 2 x die Woche trainiert wird, sollten die konditionellen Elemente überwiegend spielerisch bzw. mit Ball trainiert werden. Für den A-Junioren und B-Juniorinnen-Jahrgang gilt zusätzlich, dass hier die Vorbereitung auf den Seniorenspielbetrieb beginnt. Unser erstes Ziel ist es, dass möglichst viele Spieler die Leistungsfähigkeit erlangen, beim Wechsel in die Seniorenabteilung die Erste Herren-/ Damenmannschaft verstärken zu können. Das zweite Ziel ist jedoch, keinen Spieler beim Übergang zu den Senioren zu verlieren. Deswegen bietet der FC Marbeck hier auch zweite/dritte Mannschaften an.

4) Trainer und Betreuer
Die Trainer und Betreuer der Jugendmannschaften des FC Marbeck arbeiten ehrenamtlich. Sie stellen für den FC Marbeck und den Ihnen anvertrauten Kindern ihre Freizeit zur Verfügung. Die Trainer/Betreuer sind während des Training- und Spielbetriebes verantwortlich für die Kinder. Sie sind Bezugsperson und Vorbild für die Kinder. Ihre Arbeit orientiert sich an diesen Leitlinien. Förderung und Ausbildung der Kinder bedeutet aber nicht nur, den sportlichen Bereich zu begleiten, sondern auch etwas „fürs Leben“ mitzugeben. Zu den sportlichen und organisatorischen Aufgaben unserer Trainer/Betreuer gehört:

• Durchführung eines alters- und leistungsgerechten Trainings (s.o.)
• Durchführung des Spielbetriebes, Verantwortung für die Aufstellung und Einwechselungen
• Teilnahme an der Jahreshauptversammlung und an den monatlichen Jugendversammlungen
• Regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen (z.B. Erwerb eines Trainerscheines)
• Verantwortlicher Umgang mit Trainingsmaterialien und den Sportanlagen
• Verantwortung für die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes bei Veranstaltungen der jeweiligen Mannschaft

Soziale Förderung und Ausbildung der Kinder bedeutet:
• Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit
• Förderung von Selbstbewusstsein, Motivation, Selbstkritik, Leistungswillen
• Erkennen von Stärken und Schwächen
• Umgang mit Fortschritt und Rückschlag, mit Sieg und Niederlage
• Sozialverhalten in der Gruppe erlernen (Teamgeist)
• Vermittlung von Werten und Normen (Ehrlichkeit, Pünktlichkeit, Disziplin, Respekt, Toleranz,

Einhalten von Regeln…)
• Ablehnung jeglicher Art von Gewalt, Diskriminierung, Rassismus
Fair play:
Als Vorbilder zeigen unsere Trainer natürlich auch die Eigenschaften, die sie den Kindern vermitteln. Sie zeigen anderen Personen gegenüber Respekt und Fairness. Zu diesen Personen gehören die Vereins- und Ortsangehörigen wie Jugendvorstand, die Kinder und deren Eltern sowie Spieler und Verantwortliche der
gegnerischen Vereine und die Schiedsrichter. Auf den Sportplatz gehören kein Geschrei, keine Beleidigungen und kein rücksichtsloses Verhalten, Schiedsrichterentscheidungen sind zu akzeptieren.

5) Spieler
Jugendfußball in Marbeck existiert nicht ohne die Kinder aus Marbeck. Wir möchten, dass die Kinder fußballerisch und in ihrer Persönlichkeit weiterentwickelt werden. Sowohl die Vermittlung sportlicher und physischer Trainingsinhalte als auch die Vermittlung der Persönlichkeit wurde bereits beschrieben.
Aber wir möchten die Kinder nicht nur entwickeln und fördern, sondern auch fordern. Insbesondere mit fortschreitendem Alter, im jugendlichen Alter, ist es wichtig, dass Kinder den Mannschaftssport Fußball
„begreifen“. Dazu gehören u.a.:
• Bereitschaft zu regelmäßigem Training und zur Teilnahme am Spielbetrieb
• Konzentrierte und zielgerichtete Mitarbeit
• Pünktliches Erscheinen bei allen Veranstaltungen
• Abmelden bei Spielen und Training bei Verhinderung
• Mithilfe bei Aufbau und Abbau von Trainingsübungen
• Sorgfältiger Umgang mit Trainingsmaterialien und Sportanlagen

Bezugsperson für die Kinder ist in erster Linie der Trainer. Die Kinder bzw. deren Eltern sollen nicht zögern, bei auftretenden Problemen den Trainer anzusprechen. Ist der Trainer das „Problem“, so steht der Jugendvorstand als Ansprechpartner zur Verfügung. Für Spieler des älteren A-Junioren-/B-Juniorinnen-Jahrgangs gilt: Sie sollen je nach Leistungsfähigkeit bereits zu Senioren erklärt werden. Das heißt, dass sie in ihrem letzten Juniorenjahr zusätzlich die Spielberechtigung für die Erste Herren-/Damenmannschaft erhalten, um diese zu verstärken. Hierzu ist natürlich das Einverständnis des Spielers Voraussetzung. Auch die Rücksichtnahme auf die
Personalsituation (nicht: Spielstärke) der Jugendmannschaft ist selbstverständlich.

Fair play:
Auch für unsere Spieler gilt der Fair play-Gedanke. Respektvoller Umgang gegenüber Mitspielern, Trainern, Gegnern und Schiedsrichter sind selbstverständlich. Entscheidungen der Trainer werden akzeptiert (z.B. bei Aufstellungen).

6) Eltern
„Eltern haften für ihre Kinder“. Dieser Grundsatz zählt auch beim FC Marbeck. Je jünger und kleiner die Kinder, desto eher stehen Eltern dafür, dass die Kinder sich „vernünftig benehmen“. Es wird von den Eltern erwartet, nicht nur die Kinder am Sportplatz abzuliefern, sondern auch Aufgaben im Jugendbereich zu übernehmen. Dazu gehören wie folgt:

• Übernehmen von Trikotwäsche und Fahrdiensten
• Begleitung der Kinder bei Training und Spiel (insbesondere, aber nicht nur im Minikicker und F-Jugendalter)
• Abgabe von Kontaktadressen und Telefonnummern an die Trainer für Notfälle
• Mithilfe bei Platzaufbau (z.B. Tore schleppen bei Heimspielen)
• Übernehmen von Aufgaben im Elternbeirat
Neben der Übernahme der Aufgaben verlangen wir von den Eltern ebenfalls ein vorbildliches Verhalten auf und neben dem Sportplatz. Dazu gehören:
• Bei Problemen in erster Linie an die Trainer wenden, ist dies nicht möglich, so ist der Jugendvorstand Ansprechpartner
• Auch für Kritik und Lob, Ideen und Anregungen sind die Trainer und der Jugendvorstand offen
• Der Trainer stellt die Mannschaft auf und begleitet diese, bitte nicht einmischen, auch nicht mit Kommentaren während des Spiels. Und es hat durchaus Sinn – gemäß unseren Vereinszielen – wenn auch nicht so spielstarke Kinder eingesetzt werden, anstatt dass immer nur die „Spielstärksten“ aufgestellt werden

• Schiedsrichterentscheidungen sind zu akzeptieren
• Kinder loben – auch wenn ihr Kind mal „schlecht“ gespielt hat. Ihr Kind spielt bestimmt nicht absichtlich schlecht, um sie zu ärgern!
• Aggressivität, Zorn und Ärger, Meckern und Beleidigen gehören nicht auf den Fußballplatz

Fair play:
Respektvoller und vernünftiger Umgang mit Kindern, Trainern, dem Jugendvorstand sowie Gegnern und Schiedsrichtern sind auch für die Eltern einzuhalten. Es ist z.B. keine Schwäche, die Stärke des Gegners zu akzeptieren und die Niederlage der eigenen Mannschaft, des eigenen Kindes hinzunehmen. Gerne
können Eltern zu Trainern, Schiedsrichtern, Vorstandsmitgliedern oder Sponsoren werden, um Ihre Ideen, Kritik… positiv umzusetzen.
7) Fazit
Diese Leitlinien sind in keinster Weise vollständig. Zu jedem Bereich könnten noch „ganze Bücher“ geschrieben werden und sicherlich könnten auch noch weitere Bereiche hinzugefügt werden. Aber wenn sich alle Beteiligten an diesen Leitlinien orientieren und mit „gesundem Menschenverstand“ zusammenarbeiten, werden wir im FC Marbeck viel Spaß an unserem gemeinsamen Hobby Fußball haben. Für den Fair play-Gedanken lässt sich zusammenfassend noch sagen, dass eine Konfliktbewältigung – unabhängig zwischen welchen Beteiligten – immer von allen Seiten betrachtet wird. Es wird versucht, eine faire, objektive Lösung zum Wohle aller zu finden.

8) Ansprechpartner
Alle Mitglieder des Jugendvorstandes sowie alle Trainer/Betreuer der Jugendabteilung sind jeweils aktuell auf der Internetseite www.fc-marbeck.de zu finden. Für Fragen zu diesen Leitlinien steht der Jugendleiter zur Verfügung:

Der Jugendvorstand
01. Februar 2011